Grandios, super, genial, klasse, Jahrhundert-SchmoDu und und und … der Schmotzige Dunschdig 2019 wird in die Annalen eingehen mit sich überschlagenden Superlativen.

Zu Recht: Kaiserwetter, mehr als ein Hauch von Frühling … wo blieben die Geister, die zu vertreiben wären? Begonnen hat der Tag jedoch mit zwei Ärgernissen:

Ein Teil der Fenschdergugger stammen aus dem abgelegenen Stadtteil Fürstenberg … wie schon die letzten Jahre, wurde dabei der Längerbohl wohl beim Wecken vergessen. Der einzige, der zuverlässig die Leute aus den Betten rief, war unser Hund :-) Erst auf dem Rückweg vom Gassi kam dem Narro im Buhlenweg das plärrende Zeppeliner-Gefährt entgegen …

Zweites Ärgernis: waren wir die letzten Jahre immer selbst schuld, dass wir zu spät in die Stadt kamen, bekommen dieses Jahr die Verkehrsbetriebe die goldene Zitrone. Nachdem uns der Busfahrer des regulären Linienbusses (Nr. 12) freundlich aus einem überfüllten Stadtbus wieder rauskomplimentierte (mit dem Argument: „Verstärkung kommt gleich“), mussten wir über eine halbe Stunde zusätzlich warten, bis uns ein mitleidiger Busfahrer (wohl nicht ganz regelkonform) aufgabelte und ein Einsehen hatte. Zuvor waren drei Busse an uns vorbeigefahren. Alle drei von leer bis halbvoll … und da soll man Lust bekommen, den ÖPNV zu unterstützen … unser Ärger war jedenfalls groß! Man hätte sich das aber ja auch selbst denken können … Priorität hatte wohl, die schon angeschickerten Schüler der GSS zur nächsten Tränke am Stephansplatz zu karren ;-)

Gottseidank verflog der Ärger bald (zuvor wurde noch über Beschwerdebriefe, Petitionen und sogar Leserbrief im SÜDKURIER diskutiert), als wir tatsächlich im Städtle ankamen und unseren Wagen abholten. Dort warteten schon die restlichen Fenschdergugger und wir konnten loslegen.

Erste Station war traditionell der Rathaushof, wo die Übernahme der Stadtgeschäfte gerade in vollem Gange war. Schön, dass wir die lieben Gasse-Hauer wieder getroffen haben und auch so manch andere Narrenfreunde. Wichtig war vor allem die Notfallversorgung mit einem Fasnachtsstärkungsmittel direkt mit einer einer Kanüle in den Rachen gespritzt. Das half, den Tag zu überstehen :-) Genial war unsere Idee eine Sofortbildkamera mitzunehmen … wir hatten selten eine so kommunikative Fasnacht :-) Wer weiß, was für Bildle rumschwirren … cool!

 

 



Ansonsten war klassisches Programm angesagt: Marktstätte (ohne Wagen, den haben wir schon auf dem Obermarkt geparkt), Jakobinertribunal, Schnurren in der Altstadt, Nepomuk-Stube, Spittale und Tamara … und dann irgendwann (so genau weiß das keiner) ins wohlverdiente Bett :-)

Vielleicht noch zu erwähnen: Der Narro musste eine ältere Frau aus der Schweiz trösten, die aus Bern nach Konstanz kam um einzukaufen … falsche Entscheidung!